The Crossing

The-Crossing
Plattform: PC
Genre: 3D-Shooter
Publisher: Arkane Studios
 


Preview
Wer kennt das nicht? Bei einer schönen entspannten Ego-Shooter Partie möchte man einerseits die packende Story durchspielen, die eine unglaubliche Spannung erzeugt, dass man sich schon fast überwinden muss wieder aufzuhören, andererseits möchte man sich mit realen Gegenspieler actionreiche Mehrspieler Duelle liefern. Die Arkane Studios schaffen da bald vielleicht schon Abhilfe. Geplant ist nämlich ein Ego-Shooter namens The Crossing der beide Spieltypen in einem vereint. Das neue Genre soll dann den Namen „Crossplayer“ tragen.
So spielt man beispielsweise ein ganz normales Mehrspieler Match, wie z.B. Deathmatch oder Capture the Flag nach zunächst ganz normalen Regeln. Sobald allerdings ein sog. Elite-Spieler das Spiel betritt ändern sich schlagartig die Regeln und die Jagd auf den Elite-Spieler beginnt. Dieser muss dabei versuchen bestimmte Aufgaben zu erledigen, die ihn im Einzelspieler Modus weiterbringen. Im Klartext: Während einer normalen Einzelspieler Partie wird der Spieler in eine laufende Mehrspieler Partie geworfen und muss dort gewisse Ziele erreichen. Um dein Elite-Spieler daran zu hindern, seine Vorgeben zu erfüllen, können die anderen Spieler, die sich gerade im Deathmatch noch gegenseitig an die Gurgel gegangen sind in jeden beliebigen NPC (=No Player Character) schlüpfen; ähnlich wie die Agenten im Kinofilm Matrix. Sollte der Elite-Spieler alle Aufgaben erfüllen können, so schreitet er in der Story weiter voran, doch auch für die anderen Spieler soll der Sieg nicht unbelohnt bleiben. Sollten sie es also schaffen, den Elite-Spieler auszuschalten, so steigen sie in einem Rang System – ähnlich wie in der Battlefield Reihe – um einen rang auf. Das hört sich nun einfach an, einen einzelnen Spieler mit mehreren Kameraden zu besiegen, doch ganz so leicht ist es dann doch nicht. Der Elite-Spieler besitzt gewisse Vorteile gegenüber seinen Kontrahenten, wie z.B. bessere Panzerung und schwerere Waffen.

Interessant ist auch, dass der Einzelspieler Modus nicht nur alleine, sondern auch im kooperativen Modus absolviert werden kann. Wenn Ihr Freund im Spiel vom Elite Modus in den Skirmish Modus wechselt, kann es jedoch sein, dass sie sich in der nächsten Mehrspieler Partie als Feinde wieder sehen. Auf jeden Fall werden sie ihren Freund so oft wie möglich wieder sehen.

Die Handlung spielt an einem Ort – Paris, jedoch in zwei unterschiedlichen, fiktiven Versionen. Einmal im modernen Paris, wo nach dem Zusammenbruch der Regierung ein Kampf zwischen Aufständischen und Anti-Terror Einheiten entbrannt ist. Das Szenario spielt dabei bewusst auf die Aufstände in Pariser Vororten 2005 an. Das zweite fiktive Szenario ist ebenfalls Paris, allerdings im Mittelalter. Der berühmt-berüchtigte Tempelorden hat dort das Sagen übernommen und schikaniert nun die Bevölkerung.

Der Spieler-Charakter springt während der Einzelspieler Missionen zwischen diesen beiden Parallelwelten hin und her. Dur ein Ungleichgewicht treffen die beiden Welten aufeinander, was einiges an Spannung verspricht.

Technisch backen die Arkane Studios keine kleinen Brötchen. Das Spiel basiert auf der Source-Engine aus dem Hause Valve. Das Kampfsystem ist dem letzten Titel der Entwickler nachempfunden – Dark Messiah of Might and Magic (dt.). Allerdings mussten die Waffen für the Crossing natürlich von Dolchen und Feuerbällen auf moderne Schießeisen bzw. mittelalterliche Klingen und Enterhaken abgewandelt werden.

Alles in Allem scheint The Crossing etwas frischen Wind in die Ego-Shooter Szene zu bringen. Allerdings müssen die Arkane Studios viele Sachen perfekt aufeinander abstimmen. Sollte das Balancing, Serversystem etc. gut umgesetzt werden, so wird The Crossing sicher ein Hit, andererseits, wenn einige Dinge nur halbherzig umgesetzt werden, wackelt das ganze Spielkonzept und das Spiel wird womöglich schnell in der Versenkung verschwinden.

Veröffentlicht soll das Spiel 2008 werden. Bis dahin bleibt ja noch ein wenig Zeit um alles perfekt auszubalancieren.
deli.cio.us Digg Mister Wrong
Autor: Markus Mlinaric, geschrieben am: 14.06.2007 | Zurück




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